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Datenschutz in der (Selbst)Kritik

Ich meine, die vermeintlichen Bedrohungslagen bedingt durch die Pönalisierung von Datenschutzverletzungen lassen sich nur durch mehr Datenschutzbewusstsein und -disziplin verhindern. Diese jedoch endlich mal zu etablieren, schien mir an der Zeit. In einer Zeit jedoch, in der jedermann auf Selbstbestimmung pocht, aber in letzter Konsequenz nicht damit umgehen kann, ist die Verantwortung persönlicher Daten an denjenigen zu delegieren, der Daten verwaltet, also auch missbrauchen kann, versehentlich, fahrlässig oder absichtlich, sei mal dahin gestellt. 

 

Ein Katalog der Maßnahmen bei Nichtbeachtung des Datenschutzes würde die Gemüter beruhigen. Aber genau darum dreht es sich. Wie verhindert man Gefährdung und halt den Schaden ab. Ordnung und Disziplin ist an  den Verantwortlichen gerichtet, dem ich meine Daten überlasse. 

 

Insofern begrüße ich die Pönalisierung von Datenschutzverletzungen ausdrücklich, als ich selber erlebe, wie schwierig es ist, als Verantwortlicher Datenschutz gemäß DSGVO im eigenen Verantwortungsbereich zu sichern und ihn eben nicht zu ignorieren und fahrlässig mit fremden Daten zu handeln.

 

Denn, was habe ich selber in der Hand, auch stellvertretend für andere Betroffene, wenn meine persönlichen Daten wissentlich außerhalb meiner Kontrolle gehändelt werden.

 

Bin gespannt, ob mir die Exekutive behilflich ist, meine Account und meine Daten bei Facebook endgültig und nachweislich zu löschen. Bevor ich mich schämen muss über den Unfug, den ich da hinterlassen habe.    

 

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